Yuval Noah Harari: Homo Deus

“Zu Beginn des dritten Jahrtausends ist der Liberalismus nicht durch die philosophische Vorstellung, wonach es keine freien Individuen gibt, bedroht, sondern durch ganz konkrete Technologien…”

Homo Deus von Yuval Noah Harari geistert noch immer durch meinen Kopf. Dabei habe ich die letzte Seite des Buches bereits vor Tagen zu Ende gelesen.
Harari reist mit dem Leser in atemberaubenden Tempo durch die Menschheitsgeschichte, um dann den Blick in die Zukunft zu richten. Was er dem Leser als denkbare Varianten einer “Homo Deus Zukunft” serviert, verursacht mir Gänsehaut. Von einer neuen Elite optimierter Supermenschen ist die Rede. Und was wird aus dem Rest der Bevölkerung? Diese Frage treibt mich um!

Hochintelligente Algorithmen, die uns besser kennen als wir uns selbst? Um mir das vorzustellen, brauche ich nicht viel Fantasie. Diesen Weg pflastert sich Homo Sapiens bereits ganz fleißig. Bleibt am Schluss die Frage, wie eine Gesellschaft aussehen würde, in der die künstliche Intelligenz das Bewusstsein verdrängt hat.
Das Buch zeigt uns mögliche Versionen einer Zukunft, es stellt keine klare Prognose auf. Die darin beschriebenen Szenarien fordern uns zum Nachdenken auf. Und zwar mit Weitblick, Fantasie und offenem Geist. Kompliment an Yuval Noah Harari und den Übersetzer Andreas Wirthensohn, die mir den komplexen Inhalt spannend, kurzweilig und verständlich vermittelt haben.

 
 

Buchinformation
Yuval Noah Harari, Homo Deus
C. H. Beck Verlag
Erschienen am 16.02.2017
Übersetzt von: Andreas Wirthensohn
ISBN: 978-3-406-70401-7

Yuval Noah Harari: Homo Deus